Freitag, 4. Dezember 2015

4. Frühling im Winter?


Heute ist Barbaratag!

Bestimmt kennt ihr diesen Tag, meist wird er vergessen, weil er ja auch nicht unglaublich wichtig ist, aber bei mir ist es tatsächlich seit ein paar Jahren Tradition einen Kirschbaumzweig in eine Vase zu stellen, abzuwarten und sich ein paar Tage später über meinen kleinen Frühling im Winter zu freuen. Weil man sich eben über die kleinen Dinge im Leben freuen muss und das tu' ich schon immer.

Eigentlich ist der 4.12. ein Gedenktag an Barbara von Nikomedien.
Der Legende nach war ihr Vater, ein Heide, wohlhabend und sie ein sehr schönes Mädchen. Zur Sicherheit ließ ihr Vater sie daher immer in einen Turm sperren, wenn er auf Reisen war. Dadurch wollte er ihre Keuschheit bewahren und eine Heirat verhindern.
Barbara konvertierte zum Christentum und ließ in ihren Wohnturm ein drittes Fenster einbauen, um der Dreifaltigkeit zu gedenken. Als ihr Vater dies bemerkte, stellte er sie zur Rede und versuchte vergebens, Barbara von ihrem Glauben abzubringen.
Schließlich klagte er sie an und ließ sie verfolgen. Barbara floh und flüchtete sich in einen Felsspalt, der sich vor ihr öffnete; ein Hirte verriet sie jedoch. Als Barbara auf den Befehl ihres Vaters hn ins Gefängnis gebracht wurde, verfing sich der Legende nach ein Kirschzweig an ihrem Gewand.  Diesen stellte sie in ihrer Zelle in einen Krug Wasser und am Tag ihrer Verurteilung erblühte der Zweig.
Die heilige Barbara gilt als Symbol der Wehr - und Standhaftigkeit.

Heute gehört der Brauch für viele Leute zu Weihnachten dazu und das Aufblühen der Zweige symbolisiert Glück für das kommende Jahr. Und ein kleines bisschen Glück hat schließlich noch niemandem geschadet.

Falls ihr diesen Brauch noch nie gemacht habt, es aber mal ausprobieren möchtet, hier noch ein paar Tipps:
Die Zweige sollten vor dem Schneiden Frost abbekommen haben, haben sie dies nicht, kann man sie ein bis zwei Tage ins Gefrierfach legen. (Das dürfte dieses Jahr allerdings kein Problem sein.)
Danach sollten sie mit einem scharfen Messer schräg angeschnitten und in ein Glas oder eine Vase mit lauwarmen Wasser gestellt werden. Ihr täuscht also mit steigenden Temperaturen den Frühlingsanfang vor.
Das Wasser sollte alle drei bis vier Tage gewechselt werden.
Anfangs sollte die Vase übrigens in einem eher kühleren Raum stehen. Sobald die ersten Knospen schwellen, könnt ihr sie dann auch in einen wärmeren Raum stellen (möglichst nicht auf den Kamin) und euch dann an den schönen Blüten erfreuen.

Habt einen schönen Tag ihr Lieben und berichtet uns gerne, ob eure Zweige aufgeblüht sind.

http://www.brauchwiki.de/Barbarazweige

Kommentare:

  1. Also ich geh jetzt auch direkt Barbarazweige schneiden..
    Ist tradition bei uns in der familie.
    Meine Uroma hieß Barbara... und ich mach es immernoch.. ein bisschen ihr zu ehren :)
    Hoffentlich blühen sie dieses Jahr..
    unser gefrierschrank ist nämlich zu klein um den zweigen den nötigen gefrierschock zu verpassen ;)
    Da muss die kälte da draußen dieses mal ausgereicht haben...

    viele liebe Grüße

    Franzy

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    1. Das ist eine tolle Tradition, vor allem auch noch zu Ehren deiner Uroma! :)
      Eigentlich war es ja schon ziemlich kalt und müsste hoffentlich reichen. Wir drücken die Daumen.
      Liebe Grüße ♥

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  2. Ich kannte das gar nicht richtig!
    Habt euren Bildungsauftrag erfolgreich erfüllt :D
    Der Tag an sich war mir zwar bewusst,
    allerdings nicht die ganze Geschichte und die damit
    verbundene Tradition :)
    Alles Liebe, Maya von Melyanisme

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    1. Oh, dann hat es sich auf jeden Fall gelohnt ein bisschen nachzuforschen. Ich wusste nämlich auch nicht genau woher dieser Brauch kam. :)
      Liebste Grüße ♥

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