Freitag, 18. Dezember 2015

18. Oh Tannenbaum?


Bestimmt habt ihr das Lied auch als Kinder gesungen, unterm Weihnachtsbaum gesessen und sehnlichst auf die Bescherung unter glitzernden Zweigen gewartet - oder tut es sogar noch immer?
Aber warum haben wir eigentlich einen Weihnachtsbaum? Dieser Frage wollen wir hinter dem heutigen Türchen auf den Grund gehen.

Seinen Ursprung hat der Weihnachtsbaum im heidnischen Brauchtum. Schon im Mittelalter verzierten die Menschen Haus und Hof mit den immergrünen Zweigen von Tanne, Mistel und Wacholder. Im späten 16. Jahrhundert wurde es dann im Elsass Brauch, den Weihnachtsbaum mit Süßigkeiten zu schmücken, die Kerzen kamen im 18. Jahrhundert hinzu. Im 19. Jahrhundert wurde der geschmückte Weihnachtsbaum immer populärer, erst in den Städten, dann auch auf dem Lande.

Für christliche und jüdische Familien wurde der Weihnachtsbaum zunehmend Ersatz für religiöse Inhalte. Die katholische Kirche wehrte sich lange gegen den heidnischen Weihnachtsbaum. Erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts sind Weihnachtsbäume in katholischen Kirchen erlaubt. Papst Johannes Paul II. führte schließlich 1982 den Brauch ein, auf dem Petersplatz in Rom einen Weihnachtsbaum aufzustellen.

Und so stellen auch wir jedes Jahr die großen, grünen, duftenden Bäume in unsere Wohnzimmer, schmücken sie mit Kerzen, Lametta, Kugeln und vielem mehr. Darunter werden dann noch die Geschenke platziert und schon sind alle in Weihnachtsstimmung. Damit sind wir übrigens nicht alleine: für 80% der Deutschen ist der Weihnachtsbaum mit das Wichtigste in der kalten Jahreszeit.

Ist er für euch genauso wichtig wie für uns? Womit werden eure Bäume traditionell geschmückt?

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