Mittwoch, 26. August 2015

Die Sache mit der besten Freundin


Das mit mir und einer >besten Freundin< war lange Zeit ein schwieriges Thema. Im Kindergarten hatte ich eine beste Freundin, die allerdings gut 20 Minuten von mir entfernt gewohnt hat. Diese Freundschaft hielt lange an und noch heute laden wir uns – wenn wir auch sonst kaum noch Kontakt haben – jedes Jahr zu unseren Geburtstagen ein. Aber entsprechend haben wir uns natürlich, als wir größer wurden, nicht mehr so oft getroffen. In der Mittelstufe gab es dann auch zwei Mädchen, die diesen Titel hatten, aber gleichzeitig gab es auch immer viel Zoff und viele Tränen. Dreierfreundschaften sind in dem Alter wirklich nicht einfach…
Und dann gab es da ein Mädchen, das in der 8. Klasse die Schule wechseln wollte. Wir haben uns auch vorher ganz gut verstanden, aber hatten auch nicht wirklich etwas miteinander zu tun. (Verschwendete Jahre, wie ich im nach hinein feststellen muss.) Dann hat sie die Schule gewechselt, wir haben den Kontakt gehalten.
Und auf einmal war sie da, die beste Freundin. Die mit der man über alles reden kann. Die, bei der es reichen würde am Telefon zu sagen „komm vorbei“ und 10 Minuten später wäre sie da. Diese eine, die man nicht mehr gehen lässt. (Auch weil sie zu viel weiß.)

Vor kurzem gab es einen Post, den Svenja mir gewidmet hat. Mein erster Satz an diesem Abend in meinem Tagebuch: „Es gibt Momente, in denen man merkt, dass es auch Engel ohne Flügel gibt.“
Das hier soll ein kleines Dankeschön sein.
Für all' die Tränen, die du getrocknet hast.
Für all' die Bauchschmerzen, die ich vor Lachen hatte.
Für all' das Verständnis, das du immer hast.
Für all' die Momente, die ich als erstes immer mit dir teilen möchte.
Für alles.

Svenja und ich haben uns gerade erst über ein paar Mädchen unterhalten. Jeden Tag gibt es neue ich-liebe-dich-über-alles-/beste-freundinnen-für-immer-Bilder bei Facebook und co.  Wir beide haben festgestellt, dass das nicht unsere Art ist. Dass wir weder die Liebe zu unseren Freunden,noch zu unserer Familie, noch die Liebe zueinander jeden Tag öffentlich posten müssen. Wer möchte denn täglich Mama-ist-die-beste-Bilder anschauen?
Aber heute – und vor allem hier – muss ich das einmalig ändern. Weil ich noch gar nicht weiß, wie ich dieses kleine „Danke“ so groß machen kann, wie es eigentlich sein müsste.
Dieser Blog bedeutet mir – und auch Svenja – sehr viel. Manchmal gibt es hier sehr private Gedanken, manchmal stecken wir unglaublich viel Arbeit in einen Post.
Aber das wichtigste für mich ist, dass es unser gemeinsames Projekt ist. Wir beide machen das zusammen. Und dadurch ist es für mich hier das persönlichste und größte Danke, das mir in den Sinn kam.
Ich hab dich sehr lieb, meine Kleine. 


Sarah

Kommentare:

  1. Vielen Dank erstmal für deinen Kommentar!

    Und toller Post beziehungsweise Text, Svenja hat sich bestimmt ganz sehr gefreut! :)

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    1. dankeschön, ich hoffe doch.. :)
      liebe Grüße,
      Sarah :)

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