Dienstag, 26. Mai 2015

Pause gefällig?


Kennt Ihr das Gefühl, dass Euch einfach alles über den Kopf wächst und Ihr euch am liebsten unter eurer Bettdecke verkriechen wollt? Dass eure Motivation irgendwo zwischen den letzten Punkten der To-do-Liste verloren gegangen ist? Bei mir ist es mal wieder so weit.
Ich habe mir die ganze Zeit eingeredet, es würde alles besser, wenn die schriftlichen Prüfungen vorbei sind. Und jetzt habe ich sogar frei, nur noch zwei Prüfungen muss ich schaffen. Aber für genau diese steht jetzt wieder ganz viel Lernen an.
So interessant ich Geschichte an vielen Stellen finde, irgendwann zwischen der Verfassung der Weimarer Republik und der NS-Zeit hat sich meine Motivation unterm Bett versteckt. Und jetzt lässt sie sich nicht einmal mehr mit Schokolade hervorlocken. Ich habe mich also noch durch ein paar weitere Punkte gekämpft - NS-Ideologie, Mutter-Kreuz - und jetzt ist es eindeutig genug. Ich lege meine Sachen zur Seite, packe meine Tasche für den morgigen Tag und schließe die Tür zwischen mir und meinem Geschichtsordner.
Es ist Zeit, mir etwas Gutes zu tun. Mit schlechter Laune funktioniere ich sowieso nicht.
Ich entscheide mich für einen Ostfriesen-Tee und ein paar Kekse. Ein bisschen Schokolade kann auch nicht schaden. Kalorien sind heute definitiv egal! Während mein Wasser für den Tee zu Kochen beginnt, hocke ich mich vor mein Bücherregal und picke eines meiner Wohlfühlbücher heraus (ja, ich bin einer der Menschen, die Lieblingsbücher mehrmals lesen - Über mir der Himmel schon 10 Mal mittlerweile). Ich entscheide mich für "Das Lächeln der Frauen" von Nicolas Barreau. Ich stelle es euch demnächst mal vor, wieder so ein Buch fürs Herz.
Ich kuschel mich also mit meinem Tee und meinem Buch auf unser Sofa und noch bevor ich angefangen habe zu lesen, geht es mir schon besser. Diese heimelige Stimmung löst in mir sofort Glückshormone aus.
Ich höre ein Maunzen und entdecke unseren kleinen Kater vor der Terrassentür. Ich lasse ihn rein und das kleine Monster kuschelt sich zu mir. Ganz untypisch für ihn eigentlich, aber ich kann gut damit leben. Nun sitze ich also mit Tee, Keksen, Lieblingsbuch und schnurrendem Kater auf dem Sofa und fühle mich so wohl wie lange nicht mehr.
Es tut gut, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Einfach mal ein Stündchen lang machen, wozu man Lust hat. Das kann genauso gut ein Spaziergang an der frischen Luft sein. Oder Musik machen. Oder etwas Leckeres kochen. Hauptsache es macht Dich glücklich.
In so vielen Momenten denke ich mir, dass ich für sowas keine Zeit habe. Aber heute stelle ich mal wieder fest, dass für Mich immer Zeit sein sollte. Eine halbe Stunde bringt einen sicher nicht um und was auch immer man noch zu tun hat - es klappt schneller und besser mit guter Laune. Pausen sind wichtig. Also nehmt sie euch.




Ich werde jetzt noch ein wenig Lesen. Habe ich mir verdient. Ihr auch, übrigens.

Kuss,
Sarah


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